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Intarsien der Renaissance

Intarsien in Italien 1350 - 1520 (ca.)

Einführung

Unter Intarsie versteht man eine Dekorationsart, bei der unterschiedliche Hölzer in ein hölzernes Trägermaterial eingelegt werden. Die Technik, eine spezielle Form der Inkrustation, stammt aus dem Orient und zählt, wie das Material Holz selbst, zu den ältesten Arten der Verzierung, welche von Menschenhand ausgeführt wurden.

Über die Häfen und von der iberischen Halbinsel kamen solche Arbeiten als tarsia oder intarsia nach Italien. Siena und Florenz bildeten die ersten Zentren für die Herstellung von Intarsien. 1474 soll es in Florenz allein über 80 Werkstätten, die auf die Intarsienherstellung spezialisiert waren, gegeben haben.

Heute haben Intarsien zwar immer noch viele Liebhaber, jedoch sind deren Ursprünge und Bedeutung weitgehend unbekannt. Dabei prägten sie in der Renaissance ganz wesentlich das Holzhandwerk und beeinflußten die Wohnkultur der reichen Leute.

Technik

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Bereits die ersten Intarsienarbeiten unterscheiden sich deutlich in ihrer Technik.
Es gibt die certosa - Intarsie . Sie ist rein geometrisch-ornamental und verwendet außer Holz auch andere Materialien, ist also streng genommen keine reine (Holz-)Intarsie.

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Tarsia di silio/a buio besteht aus eingelegtem sehr hellem Holz (silio) oder dunklem Holz (buio) in ein Grundmaterial.

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Für die Technik a toppo werden Holzbündel zusammengeleimt und stirnseitig in dünne Scheiben geschnitten. Bänder lassen sich beispielsweise so sehr ökonomisch herstellen.

Barili
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Intarsien, die wie gemalte Bilder aussehen, lassen sich aus einer Kombination aus den vorher genannten Techniken herstellen. Jeder Meister bzw. Werkstatt hatte dabei eine eigene Technologie. In der Regel wurden die Holzstücke wie in einem Puzzle aneinandergelegt und die Passkanten mit dem "Schultermesser" nachgeschnitten werden. Der Sieneser Meister Antonio Barili stellte sich in einer Intarsie 1502 selbst einmal bei dieser Tätigkeit dar (Stich nach einer im 2. WK verlorenen Tafel).